Junger Frischkäse, kaum gesalzen, liebt bittergrüne Wildkräuter, Radieschen und ein paar kristalline Sprenkel. Die Kombination bleibt hell, lebhaft, nicht schwer. Ein Spritzer Zitrone, gutes Öl und wenige Körner vom Meer lassen Texturen tanzen, ohne Blumenwiesen und Milchduft zu übertönen.
Auf dem Grill karamellisieren Pfirsiche neben Zucchini, während eine dickere Scheibe halb-reifer Bergkäse langsam schmilzt. Ein letzter Hauch Fleur de Sel hebt Rauch, Frucht und Fett. Dazu Brot vom Vortag, knusprig geröstet, erinnert knuspernd an heiße Steine und barfüßige Abende.
Mit kälterer Luft wächst die Sehnsucht nach Suppen, Polenta und lange gekochten Saucen. Gereifter Alpkäse raspelt Tiefe hinein, während grobes Meersalz nur punktuell funkelt. So schmeckt Nähe: Herdwärme, geduldig gerührte Töpfe, dampfende Schalen und Geschichten, die sich beim Essen weiterspinnen.